Welche Anzeichen besitzt ein verschlissener Reifen?

  • Ein verschlissener Reifen wird manchmal aufgrund seines Alters nicht mehr benutzt.
  • Ein verschlissener Reifen kann sich durch die Beschädigungen auszeichnen, die keine Weiterverwendung zulassen.
  • Ein verschissener Reifen charakterisiert sich mit der Profiltiefe, die unter 1,6 mm beträgt.

 

Wann soll ein Reifen nicht betrieben werden?

  • wenn die Tiefe der Lauffläche unter 1,6 mm beträgt.
  • wenn  die Bestandteile des Reifens abgesondert werden.
  • wenn der Wulstkern verformte oder aufgedeckte Form hat. (An dem Wulstkern wird der Reifen auf der Felge montiert).
  • wenn die Flecken oder abgeriebene Stellen auf der Butylschicht auftreten.
  • wenn Gummirisse und Schnitte bemerkbar sind.

Wir sollen die Werkstatt aufsuchen, wenn eins der oben genannten Anzeichen auftritt.

Reifenverschleis-reifen

Das Symbol TWI betrifft den Profilverschleiß. Sein Grenzwert liegt bei 1,6 mm.

 

Profiltiefe und ihre Bedeutung für die Traktion.

Die Reifen mit einem vollständigen Profil sind nicht zu übertreffen, wenn es um Aquaplaning-Sicherheit und Lenkpräzision bei Nässe geht. Die Traktion bei Reifen mit der Profiltiefe 4 mm ist um 35% geringer als bei Reifen, dessen Profiltiefe bei 8 mm liegt. Der Reifen mit der Profiltiefe 1,6 mm garantiert dagegen eine um 60 % geringere Traktion.

 

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Auf dem Bild ist die Wölbung an der Reifenseite zu sehen.

 

Auf welche Arten des Reifenverschleißes können wir stoßen. Auf welche Weise soll man sie erkennen?

Arten des Verschleißes:

  • normaler Verschleiß;
  • asymmetrischer Verschleiß;
  • lokaler Verschleiß;
  • runder Verschleiß, der an der Reifenschulter auftritt;
  • zentraler Verschleiß;
  • Sägezähne.

Auf den Normalverschleiß kann man stoßen, wenn der Verschleiß an der gesamten Breite und am gesamten Profilumfang gleichmäßig ist.

Der asymmetrische Verschleiß kommt vor, wenn der Verschleiß an einer Seite größer ist. Dazu kann ein falscher Radsturz beitragen.

Wenn der Verschleiß im Schulterbereich auftritt, hat man mit dem runden Verschleiß zu tun. Die Höhe der verbleibenden Lauffläche im Zentrumbereich hat dann einen größeren als im Schulterbereich.

Der zentrale Verschleiß kommt vor, wenn der Reifen einen zu hohen Druck hat. Der Reifenaußendruck stößt den zentralen Profilteil hinaus, was den Verschleiß der Profilmitte beschleunigt.

Der lokale Verschleiß kommt vor, wenn wir bei blockierten Fahrzeugen ohne ABS heftig bremsen.

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Ein falscher Reifendruck kann den Reifenverschleiß hervorrufen.

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Der Reifenverschleiß kann durch falsche Radauswuchtung oder beschädigte Aufhängung beschleunigt werden.

 

Die Sägezahnbildung zählt man zu den oft vorkommenden Verschleißarten. Mit dieser Unregelmäßigkeit hat man zu tun, wenn man die Profilklötze ungleichmäßig abnutzt. Die Sägezähne sind bemerkbar und beim Fingertasten spürbar. Die Intensität der Sägezahnbildung beeinflussen:

  • Aufhängung;
  • Reifendruck;
  • Belastung;
  • Geschwindigkeits- und Tragfähigkeitsindex ( wenn die Größen falsch gewählt werden, kommt es zu einer schnelleren Sägezahnbildung).
  • Anpassung des Reifens an das Fahrzeug.

Reifen mit starker Sägezahnbildung verringern den Fahrkomfort, indem sie laute Fahrgeräusche und Schwankungen erzeugen. Um dieses unangenehme Verhalten zu vermeiden, soll man die Räder alle 10 000 km rotieren. Es empfiehlt auch sich, den richtigen Reifendruck zu behalten.

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Wann soll ein Reifen reklamiert werden?

Beachtenswert ist es, dass der Reifenverschleiß aus dem Fabrikationsfehler resultieren kann. Sie sollen eine Reklamation vorbringen, wenn Sie alle Anweisungen des Herstellers beachten und der Reifen sich dabei anormal verhält.

 

Kann der Reifenverschleiß der Fahrsicherheit gefährden?

  • Eine zu flache Lauffläche kann die Kontrolle über das Fahrzeug bei Nässe zu verringern.
  • Risse auf der Lauffläche, Abgang des Reifens von der Felge können durch den Verschleiß verursacht werden.
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Welche Anweisungen soll man der Benutzung des Reifens beachten?

Der Reifenverschleiß ist in meisten Fällen zu vermeiden. Sie sollen

  • auf den richtigen Reifendruck achten,
  • nicht heftig bremsen,
  • auf zulässige Höchstlasten achten,
  • Hindernisse ruhig überwinden,
  • regelmäßig den technischen Zustand des Autos prüfen.

Der richtige Reifendruck soll nicht zu hoch und nicht zu gering sein. Bei dem um 20% geringeren Reifendruck werden die Bremswege verlängert. Man muss auch mit erhöhtem Kraftstoffverbrauch und verkürzter Lebensdauer des Reifens um 30% rechnen.