Der VW Golf zählt zu den beliebtesten Modellen von Volkswagen und ist seit Jahrzehnten ein echter Klassiker. Die erste Generation wurde 1974 eingeführt und ersetzte den technisch überholten VW Käfer. Sie war mit Benzinmotoren von 1,1 bis 1,8 Litern sowie Dieselmotoren mit 1,5 und 1,6 Litern erhältlich. Der Golf I wurde in mehreren Karosserievarianten angeboten: als 3- und 5-türige Schräghecklimousine, Cabriolet und als Pickup-Version (Caddy). Besonders beliebt war der legendäre Golf GTI mit 1,6- und 1,8-Liter-Motoren, die 110 PS bzw. 112 PS leisteten. Interessant: In Südafrika wurde der Golf I nach einigen Modifikationen bis 2009 als Citigolf weiterproduziert.
1983 folgte die zweite Generation des Golf mit verlängertem Radstand, modernisierter Karosserie und geräumigerem Innenraum. Volkswagen war der erste Hersteller, der in dieser Fahrzeugklasse einen 16-Ventil-Motor einführte (GTI 16V). Zu den Sondermodellen zählten der Golf Rallye und der G60 mit 1,8-Liter-Motor und mechanischem Lader, der 180 PS leistete. Die exklusive G60 Limited-Version mit 16V-Zylinderkopf brachte es sogar auf 210 PS. Die Limousinen-Variante wurde unter dem Namen Jetta vermarktet. Zudem wurde mit dem GTD eine sportliche Dieselversion eingeführt.
1991 startete die Produktion des Golf III. Das Modell erhielt eine moderne Karosserie und eine komplett neue Motorenpalette. Neu waren unter anderem sparsame TDI-Motoren, Airbags und eine automatische Klimaanlage. Die GTI-Version war mit 2,0-Liter-8V- und 2,0-Liter-16V-Motoren erhältlich. Für noch mehr Leistung sorgte der Golf VR6 mit innovativem Sechszylindermotor und 174 PS. In der Syncro-Version mit Allradantrieb leistete der 2,9-Liter-Motor sogar 190 PS. Erstmals wurde der Golf auch als Kombi und Cabrio angeboten. Ein Highlight war der Prototyp A59 mit 2,0-Liter-16V-Turbomotor und 275 PS – ein echtes Sammlerstück unter Fans.
1997 kam die vierte Generation auf den Markt. Sie überzeugte mit aerodynamischeren Linien, modernen Motoren und verbesserter Ausstattung. Die GTI-Version erhielt einen neuen 1,8-Liter-Turbomotor mit Leistungen von 150 bis 225 PS. Ebenfalls im Angebot: der überarbeitete 2.8 VR6 mit 204 PS sowie der leistungsstarke 3.2-Liter-Motor im Topmodell R32. Zudem führte Volkswagen moderne TDI-Motoren mit Pumpe-Düse-Einspritzung (PD) ein.
2003 wurde der Golf V vorgestellt. Neu waren Benzinmotoren mit FSI-Direkteinspritzung sowie ein effizienter 2.0 TDI. Der GTI erhielt einen 2.0 TFSI-Motor mit 200 PS. In der GT-Version kam ein innovativer 1.4 TFSI-Motor mit kombinierter Turbo- und Kompressoraufladung zum Einsatz, der bis zu 170 PS leistete.
Seit 2008 ist die sechste Generation des Golf erhältlich. Viele Komponenten wie der Fahrzeugboden und das Fahrwerk wurden vom Vorgängermodell übernommen, um die Produktionskosten zu senken. Die Markteinführung erfolgte zwei Jahre früher als ursprünglich geplant.
Werkseitig passende Reifengrößen für den VW Golf:
175/65 R14, 185/55 R15, 175/70 R13, 195/65 R15, 205/55 R16, 225/40 R18
Zusätzliche Reifengrößen:
185/60 R14, 195/50 R15, 205/45 R16, 215/45 R15, 205/60 R15, 225/45 R17
Wichtig: Die werkseitigen Reifengrößen unterscheiden sich je nach Golf-Generation. So weichen beispielsweise die Reifengrößen des Golf 5 deutlich von denen des Golf 3 ab. Vor dem Reifenkauf sollte daher unbedingt das genaue Modell sowie der Motortyp berücksichtigt werden. Nur so lässt sich die optimale Reifengröße für Modelle wie den Golf 4 1.9 TDI oder andere Varianten ermitteln.