Winterreifen – Richtige Zeit für ihren Wechsel

  • Autor: OPONEO.AT

Hat die Montage von  Winterreifen den Sinn? Sind die Ganzjahresreifen nicht besser? Diese Fragen beantworten wir in diesem Artikel!

Der Reifenaufbau bedeutet immer einen Kompromiss. Der Gummi, der gute Eigenschaften sowohl bei minus 15 Grad als auch bei plus 25 Grad verspricht, besteht nicht. Ein Reifen mit geringem Rollwiderstand und guter Griffigkeit  ist auch schwer zu produzieren. Genau das gleiche betrifft die Ganzjahresreifen. Dieser Pneu weist nämlich schlechtere Leistungen in der sommerlichen Jahreszeit als ein Sommerreifen und in der winterlichen Jahreszeit als ein Winterreifen auf. Ein Ganzjahresreifen soll ausgeglichene Leistungen bei unterschiedlichen Verhältnissen zeigen. In diesem Fall bedeutet der Kompromiss, dass die Ganzjahresreifen keine unübertrefflichen Fahreigenschaften gewährleisten. Die Lauffläche und ihre Bestandteile garantieren längere Laufleistung und Nutzungsdauer bei sommerlichen Straßenverhältnissen aber sind weniger wirksam, wenn es um die winterliche Jahreszeit geht. Die Winterreifen sind für höhere Leistung auf schneebedeckter und vereister Oberfläche als die Ganzjahresreifen zuständig. Diese Eigenschaft kann man auf ihr Profil und seine Bestandteile zurückführen, die speziell mit Rücksicht auf diese Bedingungen entwickelt wurden. Ähnlich ist es bei den Sommerreifen, deren Vorteil eine zuverlässige Griffigkeit beim Regen und auf trockenem Untergrund ist.

Wir empfehlen nicht, die Ganzjahresreifen in der winterlichen Jahreszeit zu benutzen. Wenn Sie aber diese Art der Bereifung wählen, sollen Sie auf eine Regel aufmerksam machen. Die Allwetterreifen sollen Sie ausschließlich bei den ruhigen Stadtverhältnissen und ausschließlich bei leichten oder mäßigen Winterverhältnissen benutzen. Sie müssen auf diese Reifen verzichten, wenn Sie rutschige, vereiste, oder schneebedeckte Oberflächen zurücklegen müssen. Die Bereifung ist ausschlaggebend, wenn es um unsere Sicherheit geht, darum lohnt es sich nicht, um jeden Preis zu sparen.

Mehr Informationen im Artikel: „Wie oft muss man die Reifen wechseln?“
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Auf dem Bild wird das Schnee-Symbol präsentiert.

 

Montage von Winterreifen und ihre Vorteile

Wahl von Winterreifen ist vernünftig, weil:

  • diese Reifen Wasser und Schneematsch bei winterlichen Temperaturen schnell abstoßen;
  • diese Reifen eine bessere Haftung auf vereister und schneebedeckter Oberfläche aufweisen. (Bessere Performance bei Bremsen, Beschleunigen, Quertraktion und Seitenführung).

Diese zwei oben genannten Besonderheiten beschreiben weder die Sommerreifen noch die Ganzjahresreifen. Das Profilmuster und Stoffkombination in der Gummimischung zählt man zu den Eigenschaften, die die Reifen vor allem unterscheiden.

Die Laufflächen von Winterreifen besitzen mehr Einschnitte und größere Anzahl von Lamellen als das Profil der Sommerreifen. Die größere Zahl von Einschnitten verursacht, dass der Gummi sich durch eine bessere Dehnbarkeit und Beugungsanfälligkeit auszeichnet. Das spielt eine bedeutende Rolle bei winterlichen Temperaturen und beeinflusst positiv die Performance. Die breiteren Einschnitte sind mit den vergrößerten Rillen bestückt, dank denen das Profil selbst reinigende Eigenschaften aufweist. Die Stoffkombination in der Gummimischung von Winterreifen charakterisiert sich mit anderen Merkmalen als in der Gummi von Sommerreifen. Die Winterreifen besitzen einen hohen Anteil von der Kieselerde, was für bessere Dehnbarkeit verantwortlich ist. Ein hart gewordener Reifen verspricht keine Sicherheit, wenn es um die Rutschgefahr geht. Die Sommerreifen zeigen einen über 30 % längeren Bremsweg als die Winterreifen, wovon die Ergebnisse von ADAC-Tests zeugen. Das gute Bremsverhalten verursacht, dass Sie eine sichere Fahrt genießen können.

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Die für Winterreifen typische Bezeichnung

 

Wann sollen Sie die Reifen wechseln?

Eine Größe von einem DIN-A4-Blatt ist mit der Größe von der Kontaktfläche mit der Fahrbahn vergleichbar. Das, was auf der geringen Kontaktfläche zwischen dem Pneu und dem Untergrund vorkommt, ist sowohl von der Charakteristik der sich berührenden Flächen als auch von Verhältnissen der Umgebung abhängig. Bei minus 7 Grad verschlechtern sich die Fahreigenschaften eines Sommerreifens. Das ist also ein angenommener Zeitpunkt, wo Sie die Sommerreifen auf die Winterreifen wechseln sollen. In der unten stehenden Grafik können Sie die Kurven bemerken, die die Abhängigkeit zwischen der Leistung von winterlichen (blaue Linie) und sommerlichen Reifen (rote Linie) und der Umgebungstemperatur darstellen.

Bei plus 7 Grad fallen die Kurven zusammen, was für eine eigentümliche Grenze zwischen Sommer- und Winterreifen im Verhältnis zur Temperatur der Umgebung gilt.

Sie müssen auch erinnern, dass Sie neue Winterreifen nach der Montage einfahren müssen. Ihre volle Leistungsfähigkeit ist zu beobachten, wenn Sie eine Strecke von ungefähr 300 km seit der Montage zurücklegen.

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Die Grafik präsentiert die Abhängigkeit der Fahreigenschaften von Winterreifen (blaue Linie), Sommerreifen (rote Linie) und der Umgebungstemperatur.

Suchen Sie nach richtigen Reifen? Unser Kundenservice hilft Ihnen gerne.
In Österreich sollen alle PKWs bis 3,5 t mit Winterreifen ausgestattet werden. Diese gesetzliche Pflicht gilt seit 1. November bis zum 15. April. Die Winterreifen müssen auf allen Rädern montiert werden und die Profiltiefe kann nicht kleiner als 4mm sein. Falls die Bereifung diese Anforderungen nicht erfüllt, soll man die Schneeketten haben, die man in winterlichen Wetterbedingungen benutzen soll.

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